Alte Schmelz: Aktuelles

Die Initiative Alte Schmelz St. Ingbert e.V. (IAS-igb) hat es sich zum Ziel gesetzt, das faszinierende Gelände und die historischen Gebäude des Denkmalensembles Alte Schmelz zukunftsorientiert wieder mit Leben zu füllen.
Einen Schwerpunkt liegt abei auf die Arbeit mit Jugendlichen. Sie sollen an den Denkmalschutzgedanken heranzuführen werden. Jugendgemäße Erfahrungen und Erlebnisse stehen dabei im Mittelpunkt. Die Geschichte der Industriekultur soll lebendig erfahrbar gemacht werden, wie sie die Stadt und ihr regionales Umfeld geprägt hat. Vielfach hat sie vor der eigenen Haustür und in vielen Familien über mehrere Generationen ihre Spuren hinterlassen.

Mit modernen Mitteln - wie z.B. der 3D-Modellierung - sollen historische Entwicklungen in der Werk- Gebäude- und Anlagenstruktur nachvollziehbar gemacht werden. Außerdem stecken in diesem Ansatz Möglichkeiten, Stadtgeschichte und Stadtentwicklung anschaulich und variationsreich zu animieren. Daran arbeiten wir.

Die Arbeitsgruppen rekrutieren sich aus den Oberstufen umliegender Schulen. Sie werden in den jeweiligen Projekten von Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts für Informatik unter Leitung von Professor Hans-Peter-Seidel angeleitet und unterstützt.

Außerdem arbeitet die Initiative (IAS-igb) daran, in der Tradition des Ortes, ein Zentrum für junge und alte Tüftel- und Forschungsfans aufzubauen. Wegbereiter dazu war und ist die Veranstaltungsreihe     "Aus Wissenschaft und Technik für jedermann" jetzt Wissenschafts-Forum St. Ingbert. Alle diese Aktivitäten soll nach und nach im MINT-Campus Alte Schmelz zusammengeführt werden. (www.mintcampus.de)

 

 

Preis des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz 2004 für die Initiative Alte Schmelz St. Ingbert e.V.

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Neueste Veröffentlichungen:

Ende 2010 hat die Initiative gemeinsam mit dem Röhrig Verlag einen geschichtlichen Rückblick über das Leben und Wirken von Frauen auf der Alten Schmelz herausgebracht. Die Verfasserin, Dr. Susanne Nimmesgern, war jahrelang am Historischen Institut der Universität des Saarlandes tätig. Sie war an einer Reihe von regionalgeschichtlichen Forschungsprojekten beteiligt und hat dazu zahlreiche Aufsätze und mehrere Chroniken veröffentlicht. "Die Schmelzerinnen" stellen eine spannende Analyse der Bedeutung von Frauen für die Entwicklung des Eisenwerkes von der frühen Anfangsphase bis in die Gegenwart dar. Es wird deutlich, welche herausragende Rolle Frauen in schwierigen Phasen der Entwicklung des Werkes gespielt haben.

Susanne Nimmesgern: Die Schmelzerinnen - Unternehmerinnen, Hüttenfrauen, Zwangsarbeiterinnen auf dem St. Ingberter Eisenwerk. St. Ingbert, 2010 / 2012

Br. 220 Seiten mit zahlr. Abbildungen. ISBN 978-3-86110-485-8, 19,80 €

 

Termine
     



Veranstaltungen 2016/17

 
Hinweise

Führungen über das Gelände zur Geschichte der Alten Schmelz können Sie über Tel.: 06894 - 34 689 oder
info@alte-schmelz.de vereinbaren.

Im Schuljahr 2016/17 öffnet die Mathe-Werkstatt mit dem schönen Name "Mathe-Lust" wieder an 2 Samstagen im Monat ihre Pforten. Termine: In der Regel: 1. und 3. Samstag im Monat / Zeit: 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr / Ort: Konsum /Alte Schmelz 64

 

Abweichungen und besondere Einladungen werden über einen E-Mail-Verteiler bekannt gegeben.  Aufnahme in den Verteiler per Mail an:          (Mathelust@t-online.de)

 

 

Weitere Termine

Do, 5.10. 2017, ab 19:30 Uhr im Konsum 

Wissenschaftsforum St. Ingbert

Im MINT-Campus Alte Schmelz e.V.
In Kooperation mit
- Initiative Alte Schmelz St. Ingbert e.V.
- Stadt St. Ingbert / Bereich Bildung"

 

Bildverarbeitung und Computergrafik mit Ideen aus der Natur

 

Referent: Prof. Dr. Joachim Weickert, Fakultät für Mathematik und Informatik, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

(www.mia.uni-saarland.de)


Die Natur dient seit Jahrhunderten als ausgezeichnete

Inspirationsquelle für viele technische Entwicklungen.

Wenig bekannt ist jedoch die Tatsache, dass sie auch

spannende und sehr leistungsfähige Ideen für die

Bildverarbeitung und Computergrafik beisteuern kann,

die sich intuitiv verstehen lassen.

In diesem Vortrag werden wir zahlreiche Beispiele kennenlernen,

die dies belegen. Die entsprechenden Modelle aus der Natur

verwenden elektrische Ladungen, Diffusion, Wellenausbreitung,

Wärmeleitung und Osmose.

 

Zum Referenten:

Joachim Weickert studierte an der Universität Kaiserslautern von 1984 bis 1991,erwarb dort 1991 ein Diplom in Technomathematik und wurde 1996 mit dem Dissertationsthema „Anisotropic Diffusion in Image Processing“ am Fachbereich Mathematik promoviert.

2001 habilitierte er an der Universität Mannheim in Informatik.

Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kaiserslautern, als Postdoktorand an den Universitäten Utrecht (Niederlande) und Kopenhagen (Dänemark) sowie als Hochschulassistent an der Universität Mannheim.

Seit 2001 ist er Professor für Mathematik und Informatik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, wo er die Mathematische Bildanalysegruppe leitet. Seine Forschungsgebiete sind Bildverarbeitung, Computer Vision und Wissenschaftliches Rechnen.

Joachim Weickert ist Autor von über 300 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Chefredakteur der Zeitschrift "Journal of Mathematical Imaging and Vision". Seine Arbeiten wurden mehr als 22000 Mal in der Fachwelt zitiert, und er wurde mit 32 Preisen ausgezeichnet. Hierunter befinden sich der renommierteste deutsche Wissenschaftspreis (Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2010), die höchste europäische Forschungsförderung (ERC Advanced Grant 2017) sowie acht Preise für die beste Lehre. Joachim Weickert etablierte viele interdisziplinäre Kooperationen innerhalb der Universität des Saarlandes, die zahlreiche Aspekte des MINT-Bereichs abdecken.


Koordination: Prof. a.D. Dr.-Ing. Horst Altgeld

Kontakt e-mail: horst.altgeld@mintcampus.de


 

 
   

Weitere Termine

Di, 27.6. 2017, ab 19:30 Uhr im Konsum 

Wissenschaftsforum St. Ingbert

Im MINT-Campus Alte Schmelz e.V.
In Kooperation mit
- Initiative Alte Schmelz St. Ingbert e.V.
- Stadt St. Ingbert / Bereich Bildung"

 

Medizin aus dem Computer – was kann Bioinformatik?


Referent: Prof. Dr. Dr. Thomas Lengauer, Max-Planck-Institut für Informatik- Bioinformatik und Angewandte Algorithmik

Computer sind aus der medizinischen Forschung schon lange nicht mehr wegzudenken. Mit Hilfe von Algorithmen lassen sich typische Muster krankhafter zellulärer Veränderungen erkennen und auswerten, was neue Diagnostika, Medikamente und Therapiekonzepte ermöglicht. Computermodellierung auf der Basis zellweit erhobener Daten ermöglicht einen Einblick in zelluläres Geschehen. Der Einsatz von Computern begleitet eine fundamentale Transformation der Lebenswissenschaften weg von der Analyse eng umgrenzter Teilsysteme und hin zur Betrachtung komplexer Gesamtsysteme wie etwa ganzer Zellen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die biologischen und medizinischen Probleme, die heute mit Computeranalysen angegangen werden und führt in die hierbei verwendeten bioinformatischen Methoden ein. Er zeigt Erfolge auf, stellt aber auch die Grenzen der Bioinformatik vor.

Thomas Lengauer studierte bis 1975 an der Freien Universität Berlin Mathematik und wurde schon im darauffolgenden Jahr zum Dr. rer. nat. promoviert. Daran schlossen sich fünfeinhalb Jahre Aufenthalt in den USA an. An der Universität Stanford absolvierte er ein Informatikstudium, wo er 1977 den Master of Science in Informatik erhielt und 1979 eine zweite Promotion in Informatik erlangte.

Danach forschte von 1979 bis 1981 bei den Bell Laboratorien in New Jersey.

Im Jahr 1981 wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität des Saarlandes, wo er 1984 habilitierte. Noch im gleichen Jahr wurde er als Professor an die Universität Paderborn berufen. Von 1992 bis 2001 war er Direktor des Instituts für Algorithmisches und Wissenschaftliches Rechnen am GMD – Forschungszentrum Informationstechnik in Sankt Augustin bei Bonn sowie Professor an der Universität Bonn.

Thomas Lengauer ist seit 2001 Direktor der Abteilung „Bioinformatik und Angewandte Algorithmik“ des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken und wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Er wurde zum Honorarprofessor der Universität des Saarlandes (2001) und der Universität Bonn (2003) ernannt.


Funktionen in wissenschaftlichen Gesellschaften und Gremien:

Seit 2003 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften   Leopoldina

Seit 2007 Mitglied von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

seit 2010 Mitglied der Academia Europaea

seit 2015 Präsidiumsmitglied der Leopoldina

seit 2017 designierter Präsident der International Society for Computational Biology (ISCB).

 

Wissenschaftliche Auszeichnungen:

2003 Konrad Zuse Medaille der Gesellschaft für Informatik

2003 Karl-Heinz Beckurts Preis

2010 AIDS Forschungspreis der Heinz-Ansmann Stiftung

2015 Hector Wissenschaftspreis

2015 Fellow der International Society for Computational Biology


Koordination: Prof. a.D. Dr.-Ing. Horst Altgeld

Kontakt e-mail: horst.altgeld@mintcampus.de

 

 
   
   

(Konzept und Inhalte des MINT-Campus)

 

 
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